Oxoniumkomplexe
Oxoniumkomplexe sind Koordinationsverbindungen, in denen das Oxonium-Ion H3O+ oder andere protonierte Sauerstoff-Liganden als Ligand an ein Metallzentrum gebunden sind. Der Begriff umfasst sowohl einfache Addukte, in denen ein einzelnes Oxonium-Atom an das Zentrum koordiniert, als auch komplexere Strukturen, in denen protonierte Sauerstoffliganden mehrere Bindungsstellen bedienen. Solche Spezies entstehen überwiegend in stark sauren Lösungen oder während Protonierungsprozessen an Metallkomplexen.
Bildung erfolgt typischerweise durch Protonierung vorhandener Aqua-Liganden in Metallkomplexen, wodurch H3O+ entsteht, das über eine O-Bindung
Charakterisierung erfolgt durch Infra- und NMR-Spektroskopie sowie durch Röntgenstrukturanalyse. Typische Merkmale sind starke O–H-Schwingungen im IR
Bedeutung und Anwendung: Oxoniumkomplexe spielen eine Rolle bei Wasseraktivierung und Protonentransfer in katalytischen Zyklen, in Systemen