Netzwerkdatenbanken
Netzwerkdatenbanken sind ein Datenbankmodell, das in der frühen Datenbankgeschichte eine Alternative zum hierarchischen Modell darstellte. Sie speichern Informationen als Records, die durch strukturierte Verknüpfungen, sogenannte Sets, miteinander verbunden sind. Im Netzwerkmodell können mehrere Beziehungen zwischen Dateneinheiten abgebildet werden, wodurch komplexe many-to-many-Beziehungen effizienter abgebildet werden als im hierarchischen Modell. Das Modell war vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren verbreitet und wurde im CODASYL Database Task Group (DBTG) standardisiert.
Der Datensatz besteht aus Record-Typen, Data Items und Sets. Owner-Recordtypen können mehrere Member-Recordtypen über Sets besitzen;
Der Zugriff auf Netzwerkdatenbanken ist navigationsoptimiert: Programme traversieren Pointer-Verknüpfungen, um zu relevanten Records zu gelangen. Suchoperationen
Mit dem Aufkommen relationaler Datenbanken verloren Netzwerkdatenbanken an Bedeutung, bleiben aber in vielen Legacy-Systemen auf Großrechnern