Netzgeometrien
Netzgeometrien sind eine Klasse von endlichen Geometrien in der Incidence-Geometrie. Eine Netzgeometrie besteht aus einer Punktmenge P und einer Familie von Linien, die in k Gruppen L1, L2, ..., Lk gegliedert ist. Jede Gruppe enthält n Linien. Innerhalb derselben Gruppe sind die Linien paarweise disjoint, das heißt, sie haben keinen gemeinsamen Punkt. Zwischen Linien aus unterschiedlichen Gruppen existiert genau eine Schnittstelle: Jede Linie aus einer Gruppe trifft jede Linie aus einer anderen Gruppe in genau einem Punkt. Außerdem liegt jeder Punkt auf genau einer Linie aus jeder Gruppe. Folglich besitzt eine Netzzgeometrie der Ordnung n und des Grades k insgesamt n^k Punkte.
Netze verallgemeinern grundliegende Strukturen der endlichen Geometrie, wie affine und projektive Ebenen, und dienen als kompaktes
Besonders untersucht werden Dreiernetze (k = 3). Sie stehen in enger Verbindung zu lateinischen Quadratstrukturen, und ihre
Existenz- und Embedding-Fragen sind zentral: Für gegebene Parameterwerte n und k wird erforscht, welche Netze existieren