Lösungskinetik
Lösungskinetik beschreibt die zeitliche Entwicklung der gelösten Stoffmenge in einem Lösungssystem und damit die Auflösung eines Feststoffs in einem Lösungsmittel. Ziel ist es, die Abhängigkeit der Auflösungsrate von Material-, System- und Umweltparametern zu verstehen. In vielen Systemen gilt, dass die Auflösungsrate durch die Differenz zwischen der Sättigungskonzentration Cs des Stoffes in der Lösung und der aktuellen Konzentration C bestimmt wird, und zwar unter Berücksichtigung der verfügbaren Oberfläche und des Massentransports.
Ein gängiges Modell ist die Noyes-Whitney-Gleichung: dM/dt = k A (Cs - C). Hier beschreibt A die Oberfläche
Wichtige Einflussfaktoren sind Partikelgröße und -oberfläche, Polymorphie des Feststoffs, Temperatur, pH-Wert, Lösungsmittelmischungen und Additive. In der
Experimentell lässt sich die Lösungskinetik durch Messung der Auflösungsrate, standardisierte Tests (z. B. die Feststoffauflösung nach