Kristallpolymorphie
Kristallpolymorphie bezeichnet das Phänomen, dass eine chemische Verbindung unter bestimmten Bedingungen mehr als eine kristalline, feste Phase ausbilden kann. Die verschiedenen Phasen, sogenannte Polymorphien, besitzen dieselbe chemische Zusammensetzung, unterscheiden sich jedoch in der Anordnung der Moleküle oder Ionen im Kristallgitter, in der Symmetrie und in den gitterbaulichen Parametern. Polymorphie gilt für anorganische Verbindungen, organische Substanzen und Materialien gleichermaßen und ist von der Allotropie bei Elementen zu unterscheiden.
Ursachen und Entstehung: Ob eine bestimmte Polymorphie entsteht, hängt von thermodynamischen Kriterien (Stabilität der Phase) und
Eigenschaften und Auswirkungen: Die Polymorphe unterscheiden sich in Dichte, Schmelzpunkt, Stabilität, Zersetzungsverhalten und Löslichkeit. Deshalb können
Beispiele: Calciumcarbonat kann als Calcit oder Aragonit kristallisieren und zeigt unterschiedliche Kristallstrukturen trotz gleicher Zusammensetzung. Titandioxid