Gleichumweltannahme
Die Gleichumweltannahme (englisch Equal Environment Assumption, EEA) ist eine methodische Annahme in der Zwillingsforschung. Sie besagt, dass die Umweltbedingungen, die Zwillingspaare teilen, in der Regel gleich stark die Ähnlichkeiten in Merkmalsausprägungen von eineiigen und zweieiigen Zwillingen beeinflussen. Dadurch soll angenommen werden, dass Unterschiede in der Ähnlichkeit von Merkmalen primär auf genetische Unterschiede zurückzuführen sind, nicht auf Umweltunterschiede.
Im klassischen Zwillingsdesign wird die Erblichkeit eines Merkmals oft mit dem ACE-Modell geschätzt (A = additive Gene,
Befunde zur Validität der Gleichumweltannahme sind gemischt. Einige Studien deuten darauf hin, dass MZ-Zwillingspaare Ähnlichkeiten in
Zur Absicherung nutzen Forscher ergänzende Designs (Adoption, gemischte Zwillinge), Messung spezifischer Umweltfaktoren und fortgeschrittene Modelle. Neue
In der deutschsprachigen Fachliteratur bleibt die Gleichumweltannahme eine zentrale, aber kontroverse Annahme der Zwillingsforschung. Sie dient