Gewebeverformungen
Gewebeverformungen bezeichnen die Veränderung der Form, Größe oder Anordnung biologischer Gewebe infolge mechanischer Belastung. Sie umfassen elastische Reaktionen, die reversibel sind, plastische Verformungen, die dauerhaft bleiben, sowie zeitabhängige viskoelastische Effekte. Je nach Gewebe, Lastart und Zeitskala können Deformationen sofort auftreten oder sich über Stunden bis Tage entwickeln.
Mechanismen: Elastische Anteile kehren nach Entlastung in der Regel zurück; plastische Anteile bleiben als bleibende Veränderung.
Messung und Modellierung: Experimentell werden Zug-/Drucktests, Indentation sowie bildgebende Elastographie eingesetzt. Modelle reichen von linearer Elastizität
Anwendungen und Bedeutung: Verformungen sind zentral in Biomechanik, Gewebekonstruktion, Implantatplanung und Rehabilitation. Elastographie dient Diagnostik und