Enzymhemmungen
Enzymhemmungen bezeichnet die Verringerung oder Aufhebung der Aktivität eines Enzyms durch Hemmstoffe. Sie kann reversibel oder irreversibel sein und erfüllt wichtige Funktionen in der Regulation von Stoffwechselwegen, der Physiologie und der Arzneimittelentwicklung.
Reversible Hemmungen sind vorübergehend und lassen sich durch Entfernen des Hemmstoffs rückgängig machen. Sie werden üblicherweise
- Konkurrenzhemmung: Der Hemmstoff konkurriert mit dem Substrat um das aktive Zentrum. Apparente Km steigt, Vmax bleibt
- Nichtkonkurrenzhemmung: Der Hemmstoff bindet an einer allosterischen Stelle unabhängig vom Substrat und reduziert die effektive Enzymmenge.
- Unkonkurrenzhemmung: Der Hemmstoff bindet bevorzugt an den Enzym-Substrat-Komplex. Sowohl Vmax als auch Km sinken.
- Gemischte Hemmung: Der Hemmstoff kann sowohl an freies Enzym als auch an Enzym-Substrat-Komplex binden. Vmax sinkt;
Irreversible Hemmungen führen zu dauerhafter Enzyminaktivierung durch kovalente oder sehr stabile Bindungen. Typische Beispiele sind organophosphate
In der Praxis dienen Hemmstoffe der Regulation endogener Enzyme und sind zentrale Werkzeuge in der Pharmakologie