Defamiliarisierung
Defamiliarisierung (auch Ostranenie) bezeichnet in der Literatur- und Kunsttheorie eine Technik, durch die das Vertraute dem Leser oder Zuschauer als fremd erscheint. Ziel ist es, die Wahrnehmung zu schärfen, das Bewusstsein zu schärfen und vertraute Gegenstände, Rituale oder Abläufe neu zu bemerken. Der Begriff wird oft als Defamiliarisierung oder Verfremdung übersetzt.
Der Begriff stammt aus der russischen Formalismusbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Viktor Shklovsky prägte ihn in
Typische Mittel der Defamiliarisierung sind ungewöhnliche Beschreibungen, unerwartete Metaphern, Sprachverdrehungen, Perspektivwechsel, verlangsamt oder fragmentarisch erzählte Abläufe
Bedeutung und Einfluss: Defamiliarisierung zielt darauf, Wahrnehmungsprozesse zu aktivieren, Leselust zu erzeugen und ästhetische Reflexion zu