Ösophagusmotilität
Ösophagusmotilität bezeichnet die koordinierten Muskelkontraktionen der Speiseröhre, die peristatische Wellen erzeugen und den Transport der Nahrung vom Rachen bis zum Magen ermöglichen. Sie umfasst Primärperistaltik, ausgelöst durch den Schluckreflex, sowie Sekundärperistik zur Reinigung der Speiseröhre. Der untere Ösophagussphinkter (LES) entspannt während der Schluckpassage, damit der Nahrungszutritt in den Magen erfolgt.
Anatomisch besteht die Speiseröhre aus quergestreifter Muskulatur im oberen Drittel und aus glatter Muskulatur im unteren
Der Schluckakt initiiert Reflexe, die primäre Peristaltik auslösen; distale Dehnung kann sekundäre Peristaltik erreichen. Die Motilität
Diagnostisch ist die hochauflösende Manometrie (HRM) der Standard zur Bewertung der Ösophagusmotilität; sie misst Druckprofile entlang
Zu den wichtigsten Motilitätsstörungen gehören Achalasie (unzureichende LES-Relaxation mit gestörter Peristaltik), diffuse Ösophagusspasmen (unregelmäßige, oft schmerzhafte