mikrokernelbasierten
Mikrokernelbasierte Systeme verwenden einen Mikrokern, der nur die grundlegendsten Betriebssystemdienste bereitstellt. Typische Aufgaben des Kerns umfassen Prozessverwaltung, Interprozesskommunikation (IPC) und grundlegende Speicherverwaltung. Alle weiteren Betriebssystemdienste wie Treiber, Dateisysteme, Netzwerkprotokolle oder grafische Oberflächen laufen als unabhängige Server im Benutzermodus. Durch diese Trennung sollen Fehler isoliert, Stabilität erhöht und Sicherheitsrisiken minimiert werden, da Abstürze oder Angriffe in einem Server nicht den gesamten Kernel betreffen.
Architekturmerkmale umfassen eine minimale Kernel-Schicht, stärkere Betonung von IPC und Nachrichtenaustausch, Portabilität über Hardwareabstraktionen sowie die
Historischer Kontext: Das Konzept wurde maßgeblich von Jochen Liedtke vorangetrieben. Frühe Mikrokerne wie Mach und die
Vorteile und Herausforderungen: Zu den Vorteilen zählen bessere Fehlertoleranz, verbesserte Modularität, einfachere Wartung und potenzielle Sicherheitsvorteile
Anwendungsgebiete: Mikrokernelbasierte Systeme finden sich in eingebetteten Geräten, in Echtzeit- und sicherheitskritischen Umgebungen wie Automotive, Medizin