Winkelvariablen
Winkelvariablen sind Koordinaten in den Phasenräumen klassischer mechanischer Systeme, die insbesondere in der Theorie der Integrablesysteme eine zentrale Rolle spielen. In einem solchen System lassen sich die Phasenraumkoordinaten so transformieren, dass die Hamilton-Funktion nur von den Aktionsvariablen I_i abhängt: H = H(I1, ..., In). Die konjugierten Variablen θ_i heißen Winkelvariablen. Sie sind zyklisch und periodisch mit dem Intervall 0 ≤ θ_i < 2π; zusammen bilden sie einen n-dimensionalen Torus T^n, auf dem sich das System bewegt.
Die Gleichungen der Bewegung vereinfachen sich zu dθ_i/dt = ∂H/∂I_i = ω_i(I), dI_i/dt = -∂H/∂θ_i = 0. Damit sind I_i
Beispiele: Der harmonische Oszillator lässt sich durch eine Transformation in Winkel- und Aktionsvariablen ausdrücken: x = sqrt(2I/(mω))
Beachte: Winkelvariablen sind oft nicht global eindeutig definierbar; topologische Obstruktionen wie Monodromie können auftreten. Trotzdem bleiben