Rahmentragwerke
Rahmentragwerke sind Tragwerke, bei denen die tragende Struktur überwiegend aus einem Gitter von Stützen (senkrechte Elemente) und Trägern (horizontale Elemente) besteht, die zusammen den Rahmen bilden. Im Gegensatz zum klassischen Wandtragwerk, bei dem Lasten vor allem durch Mauerwerk oder Wände aufgenommen werden, arbeiten Rahmentragwerke Lasten durch Biegung und Axialkräfte in den Rahmengliedern. Die Verbindungen zwischen Stützen und Trägern können steif oder gelenkig ausgeführt sein. Je nach Bemessung ermöglicht ein rahmenbasiertes System unterschiedliche Grade an Momentenübertragung, was zu Varianten wie Momentenrahmentragwerken oder verstärkten Rahmentragwerken führt. Häufig werden diagonale Stäbe bzw. diagonale Versteifungen eingesetzt, um die Seitenstabilität zu erhöhen und Wind- bzw. Erdbebenlasten abzuleiten.
Rahmentragwerke kommen vorwiegend im Stahl- oder Stahlbetonbau vor, aber auch im Holz- oder in gemischten Systemen.
Historisch spielten Rahmentragwerke eine zentrale Rolle in der Entwicklung moderner Hoch- und Bürogebäude; heute bilden sie