Primärendpunkte
Primärendpunkte bezeichnen in klinischen Studien das zentrale Messkriterium, anhand dessen der Behandlungseffekt bewertet wird. Sie spiegeln die Hauptfragestellung der Studie wider und werden im Studienprotokoll sowie im statistischen Analyseplan festgelegt. Der Primärendpunkt bestimmt die erforderliche Stichprobengröße und die statistische Power der Studie. In der Regel wird ein primärer Endpunkt definiert; gelegentlich können auch ko-primäre oder zusammengesetzte Primärendpunkte gewählt werden, wenn dies sinnvoll ist.
Primärendpunkte unterscheiden sich von Sekundär- und explorativen Endpunkten. Sekundäre Endpunkte liefern zusätzliche Informationen zu weiteren Wirkungen,
Typen von Primärendpunkten umfassen binäre Endpunkte (z. B. Tod/Überleben), Zeit-bis-Ereignis-Endpunkte (z. B. Zeit bis Krankheitsprogression) sowie
Regulatorisch wird der Primärendpunkt zentral für die Bewertung der Wirksamkeit herangezogen. Bei Studien mit mehreren Endpunkten
Beispiele: In der Onkologie sind Gesamtüberleben oder progressionsfreies Überleben häufige Primäre Endpunkte; in der Kardiologie können
Probleme ergeben sich bei der Nutzung von Surrogatendpunkten: Nicht jeder Surrogat entspricht einem direkten klinischen Nutzen.