Oberflächenmarker
Oberflächenmarker sind Moleküle, die auf der Oberfläche von Zellen oder anderen biologischen Strukturen vorkommen. Sie können Proteine, Kohlenhydrate oder Lipide sein und dienen als Erkennungsmerkmale oder Adhäsionsstellen. Ihre Identifizierung und Analyse ist entscheidend für das Verständnis von Zellfunktionen, Zell-Zell-Interaktionen und Krankheitsmechanismen. In der Immunologie spielen Oberflächenmarker eine wichtige Rolle bei der Unterscheidung verschiedener Zelltypen, wie beispielsweise Lymphozyten, und werden zur Charakterisierung von Immunzellen eingesetzt. Die Blutgruppen bestimmen sich beispielsweise durch spezifische Oberflächenmarker auf roten Blutkörperchen. In der Krebsforschung werden Oberflächenmarker zur Identifizierung von Tumorzellen und zur Entwicklung von zielgerichteten Therapien genutzt. Techniken wie Immunhistochemie und Durchflusszytometrie ermöglichen den Nachweis und die Quantifizierung von Oberflächenmarkern. Veränderungen in der Expression von Oberflächenmarkern können auf Krankheiten oder physiologische Zustände hinweisen und somit als diagnostische oder prognostische Werkzeuge dienen. Die Erforschung von Oberflächenmarkern trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung von Medizin und Biologie bei.