Mediationsanalyse
Mediationsanalyse ist ein statistischer Ansatz zur Untersuchung der Mechanismen, durch die ein unabhängiger Variable X einen abhängigen Variable Y beeinflusst. Kernziel ist es, den Gesamteffekt von X auf Y in einen indirekten Effekt über einen Mediator M und einen direkten Effekt, der nicht über M verläuft, zu zerlegen. In der kausalinferenzorientierten Auslegung wird oft von durchschnittlichen kausalen Effekten ausgegangen: dem durchschnittlichen indirekten Effekt (ACME), dem durchschnittlichen direkten Effekt (ADE) und dem Gesamteffekt (TE), wobei TE = ACME + ADE.
Typischer Aufbau ist die Schätzung zweier Modelle: ein Modell für den Mediator M in Abhängigkeit von X
Die Schätzung erfolgt meist regressionsbasiert, häufig mit Bootstrap-Konfidenzintervallen oder in semantischen Strukturen wie Strukturgleichungsmodellen. Wichtige Annahmen
Anwendungen finden sich in Psychologie, Epidemiologie, Sozialwissenschaften und Wirtschaft, wo man Mechanismen hinter Effekten verstehen möchte.