Leseflüssigkeit
Leseflüssigkeit bezeichnet die Fähigkeit, Texte flüssig zu lesen, das heißt zügig, fehlerarm und mit einer angemessenen Satzbetonung und -melodie. Sie setzt sich aus drei miteinander verbundenen Dimensionen zusammen: Genauigkeit (korrektes Erkennen der Wörter), Geschwindigkeit bzw. Automatisierung (lese sich rasch, oft gemessen als Silben- bzw. Wortrate) und Prosodie (Betonung, Pausen und Tonfall, die den Sinn strukturieren). Fluency dient als Brücke zwischen der Dekodierfähigkeit und dem Leseverständnis: Je flüssiger gelesen wird, desto leichter fällt das Textverstehen, weil weniger kognitive Ressourcen für das Buchstabieren gebunden sind.
Entwicklung und Einflussfaktoren: Leseflüssigkeit entwickelt sich im Verlauf der Schriftsprachbildung und profitiert von ausreichender phonologischer Bewusstheit,
Messung und Intervention: Die Leseflüssigkeit wird meist durch mündliche Leseaufgaben erhoben, die Geschwindigkeit, Genauigkeit und, zunehmend,