Kohlenstoffverteilung
Kohlenstoffverteilung bezeichnet die Verteilung von Kohlenstoff in den verschiedenen Reservoirs der Erde, darunter Atmosphäre, Ozeane, terrestrische Biomasse und Gesteinde. Die Kohlenstoffkreislauf-Theorie beschreibt, wie Kohlenstoff zwischen diesen Reservoirs hin und her transportiert wird, etwa durch Photosynthese, Atmung, Verwitterung, Sedimentation und vulkanische Auswerfungen. In der Atmosphäre wirkt die Kohlendioxidkonzentration als entscheidender Parameter für das globale Klima. In den Ozeanen ist Kohlenstoff primär in Form von gelöstem CO₂, Kalziumcarbonat und organischen Substanzen verteilt; die Meerwasseroberfläche kann Kohlenstoff aus der Luft aufnehmen, während Turbinen und Korallenwände vor allem Kalziumcarbonat auslagern. Terrestrische Biomasse, insbesondere Wälder, speichern große Mengen Kohlenstoff in den Biomassen und im Boden. Im geologischen Reservoir – dem „Kohlenstoffspeicher“ – finden sich Millionen Jahre alt gebildete Sedimente wie Kohle und Gesteine, die lockere in fossilen Treibstoffen und Gesteinden gespeichert sind. Die moderne Forschung beschäftigt sich insbesondere mit der Messung von Radiokohlenstoff, um die Geschwindigkeit der Kohlenstoffkreisläufe zu bestimmen, und mit der Modellierung von Klimamodellen, um zukünftige Veränderungen der Kohlenstoffverteilung vorherzusagen. Ein umfassendes Verständnis der Kohlenstoffverteilung ist grundlegend für die Bewertung menschlicher Aktivitäten, die Treibhausgase emittieren, und für die Entwicklung von Strategien zur Klimaanpassung und -minderung.