Hawthorneefekt
Der Hawthorneeffekt bezeichnet eine Veränderung des Verhaltens von Versuchspersonen, die allein dadurch entsteht, dass sie wissen, dass sie beobachtet oder an einer Studie beteiligt sind. Typisch sind gesteigerte Motivation oder Leistungsbereitschaft, die nicht durch die eigentliche Intervention bedingt sein müssen.
Der Begriff stammt aus den Hawthorne-Experimenten der Western Electric Hawthorne Works in Chicago (1924–1932) unter Leitung
Bedeutung/Implikationen: Der Effekt erinnert Forscher daran, dass Beobachtung das Verhalten beeinflussen kann. Er betont die Notwendigkeit
Kritik/aktueller Stand: In nachfolgenden Analysen wurden die ursprünglichen Befunde teilweise neu interpretiert. Oft wird betont, dass
Anwendung: Der Begriff dient in der Wissenschaft als Warnsignal gegenüber Verzerrungen in Experimenten, Feldstudien und Evaluationsforschung.