Filtrationsmodulen
Filtrationsmodul bezeichnet in der Algebra ein Modul M über einem Ring R, dem eine Filtration F zugeordnet ist. Eine Filtration besteht aus Untermodulen F_i ⊆ M, indexiert durch eine geordnete Menge I, so dass F_i ⊆ F_j gilt, wenn i ≤ j. Üblich ist I = N oder Z und eine aufsteigende Filtration F_0 ⊆ F_1 ⊆ … ⊆ M oder eine absteigende Filtration F^0 ⊇ F^1 ⊇ …. Eine Filtration ist exhaustiv, wenn ⋃_i F_i = M (bei absteigender Filtration: ⋂_i F^i = 0). Sie kann auch endlich sein, dann hat sie eine endliche Länge.
Morphismen: Ein Homomorphismus f:M→N von R-Modulen ist ein Morphismus gefilterter Module, wenn f(F_i M) ⊆ F_i N
Associated graded: Zur Filtration gehört oft das assoziierte graduierte Modul Gr(M) = ⊕_i (F_i M / F_{i-1} M)
Beispiele: M = R[x] mit der Filtration nach Grad F_d M = Polys ≤ d; dann ist Gr(M) ≅ ⊕_{d≥0}
Anwendungen: Filtrationen spielen eine zentrale Rolle in der Homologischen Algebra, Spektralsequenzen und Algebraischer Geometrie, etwa bei