Cyanidverbindungen
Cyanidverbindungen bezeichnen chemische Verbindungen, die das Cyanid-Anion CN− enthalten oder als Cyanidliganden an Metallen gebunden sind. Sie umfassen Wasserstoffcyanid HCN, Lösungen und Salze wie Natriumcyanid NaCN und Kaliumcyanid KCN sowie Metallcyanide wie Ferrocyanid [Fe(CN)6]4− und Ferricyanid [Fe(CN)6]3−. Cyanidliganden bilden häufig stabile lineare M–CN-Bindungen und führen zu koordinierten Komplexen oder Netzverbindungen.
Zu den bekanntesten cyanidverbindungen gehören Ferrocyanid- und Ferricyanid-Komplexe, Prussian Blue (ein gemischter Eisen-Cyanid-Komplex), Zinkcyanid Zn(CN)2, Kupfer(I)cyanid
Herstellung erfolgt verbreitet durch Reaktionen von Metallsalzen mit HCN oder NaCN, häufig unter kontrollierten Bedingungen, oder
Sicherheit: Cyanidverbindungen sind hochgiftig. HCN ist gasförmig und giftig; NaCN und KCN sind hochtoxisch und stärker