Begründungslogik
Begründungslogik, im Englischen oft Justification Logic, ist ein logischer Rahmen zur formalen Modellierung von Begründungen für Behauptungen. Im Gegensatz zur herkömmlichen epistemischen Logik, die allein den Operator K kennt, führt Begründungslogik explizite Begründungstermon ein. Formell spricht man von Formeln der Form t:A, was bedeutet, dass der Term t eine Begründung für A liefert. Begründungstermine lassen sich zusammensetzen, wodurch Begründungsketten abgebildet werden können.
Der Sprachaufbau umfasst Begründungstermvariablen, Begründungskonstanten und Operatoren wie · (Anwendung) und + (Summe); in vielen Systemen gibt es
Historisch wurde Begründungslogik von Sergei Artemow in den späten 1990er bis frühen 2000er Jahren eingeführt, um
Begründungslogik steht in enger Beziehung zur epistemischen Modallogik: Wissen wird oft als t:A verstanden, wobei geeignete