zirkonaten
Zirkonat ist der Sammelbegriff für chemische Verbindungen, die Zirkonium in Verbindung mit Sauerstoff enthalten. Er umfasst sowohl anorganische Salze und Oxoanionen als auch organische Zirkonate, die Zirkonester darstellen. In der anorganischen Chemie entstehen Zirkonate häufig als Zirkonat‑ oder Zirkoniumoxidverbindungen, die sich zu festen Kristallstrukturen mit Netzwerken aus ZrO6‑Oktädern organisieren. Typische anorganische Zirkonate sind keramische Oxide wie BaZrO3, SrZrO3 und CaZrO3; daneben kommen Pyrochlore-Verbindungen wie Ln2Zr2O7 vor, wobei Lanthanide Elemente die Struktur beeinflussen.
Anorganische Zirkonate finden breite Anwendungen in der Keramik, der Dielektrik- und Hochtemperaturtechnik. BaZrO3-basierte Materialien zeigen Protonenleitfähigkeit
Organische Zirkonate sind Zirkoniumester, typischerweise Zr(OR)4, zum Beispiel tetralkoxyzirconium-Verbindungen. Diese Vorläuferstoffe werden in der Sol-Gel-Verarbeitung, Beschichtungen
Sicherheit und Umwelt: Zirkoniumverbindungen werden in der Regel als relativ stabil betrachtet; wie bei anderen chemischen
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