Taucherglocken
Taucherglocken sind starre, meist zylindrische oder kuppelförmige Kammern, die unten offen sind und Luft einschließen. Sie dienen als temporäre Arbeitsumgebung für Taucher, wodurch dieser unter Wasser arbeiten kann, ohne ständig frei atmen zu müssen. Die Glocke wird von einem Schiff herabgelassen und bleibt durch Gewicht, Verankerung oder Heckaufhängung an Ort und Stelle. Luft wird von der Oberfläche aus in die Glocke gepresst, zum Beispiel über Druckluftpumpen oder Blasanlagen. Die dort gehaltene Luft muss dem äußeren Wasserdruck in der Tiefe angepasst sein, damit Wasser nicht ins Innere eindringt. Typischerweise betreten Taucher die Glocke durch eine untere Öffnung, die bei Einsatz verschlossen werden kann, und kehren nach Abschluss der Arbeiten dorthin zurück, bevor sie wieder an die Oberfläche steigen.
Geschichtlich gehören Taucherglocken zu den ältesten Formen der Unterwasserausbildung. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte vor