Rechteckgitter
Rechteckgitter, auch rechteckiges Gitter genannt, bezeichnet in der Geometrie und Kristallographie ein regelmäßiges Gitter, dessen zwei Basisvektoren einen rechten Winkel bilden. In der Ebene bestehen die Gitterpunkte aus allen Punkten der Form R = m a1 + n a2 mit m, n ganzzahlig. Typisch wählt man a1 = (a, 0) und a2 = (0, b), so dass die Abstände entlang der x- bzw. y-Richtung durch a bzw. b bestimmt werden. Es gibt auch das zentrierte Rechteckgitter, bei dem zusätzlich Gitterpunkte im Mittelpunkt jedes Rechtecks liegen.
In der Kristallographie gehört das Rechteckgitter zu den Bravais-Lattices in zwei Dimension; es ist die rechtwinklige
Eigenschaften: Das Gitter isttranslationsinvariant und periodic; die Symmetriegruppe hängt vom Verhältnis a/b ab. Das dazugehörige reziproke
Anwendungen: Modellierung zweidimensionaler Kristallstrukturen und der zugehörigen Brillouin-Zonen; diskrete Diskretisierungsmethoden wie die Finite-Difference-Methode in der Numerik;
Varianten: primitive Rechteckgitter und zentrierte Rechteckgitter; in drei Dimensionen lassen sich orthogonale Rechteckgitterbilder auch als rechteckig/orthogonale