Mikrokernelarchitektur
Mikrokernelarchitektur bezeichnet eine Form der Betriebssystemarchitektur, bei der der Mikrokern so klein wie möglich gehalten wird. Der Kern implementiert nur die grundlegendsten Funktionen des Betriebssystems, während viele Dienste in separate Benutzermodusprozesse ausgelagert werden. Diese Modularität erleichtert Isolation und Portabilität.
Typische Aufgaben des Mikrokerns umfassen Speicher- und Prozessmanagement, Thread-Scheduling, Interprozesskommunikation (IPC) sowie grundlegende Unterbrechungs- und Interrupt-Verarbeitung.
Vorteile einer Mikrokernelarchitektur liegen in Stabilität und Sicherheit durch Isolation, einfacherer Wartbarkeit und höherer Portabilität. Fehler
Historisch entstanden Mikrokernelkonzepte in den 1980er/1990er Jahren. Bekannte Umsetzungen sind MINIX 3, QNX Neutrino, die L4-Familie
Anwendungsgebiete umfassen eingebettete Systeme, sicherheitskritische Anwendungen, Raumfahrt und Telekommunikation. In der Praxis kommen oft Hybrid- oder