Metallfraktionen
Metallfraktionen bezeichnen in der Umweltchemie und Geochemie die operationell definierten chemischen Formen, in denen Metalle in einer Probe vorkommen. Sie werden typischerweise in Böden, Sedimenten, Staub oder Rohmaterialien bestimmt und dienen dazu, Mobilität, Bioverfügbarkeit und Umweltgefahren abzuschätzen. Die Zuordnung erfolgt meist durch sequentielle Extraktionsverfahren, bei denen nacheinander Reagenzien verwendet werden, um Metallteilchen aus unterschiedlichen Bindungskontexten zu lösen.
Gängige Fraktionen sind: austauschbare und karbonatgebundene Metallformen, die tendenziell leicht löslich sind und geringe Bindungskräfte aufweisen;
Häufig verwendete Protokolle stammen aus sequentiellen Extraktionsansätzen, wie Tessier- oder BCR-Verfahren, die die genannten Fraktionen nacheinander
Anwendungen liegen in der Umweltüberwachung, Risikobewertung und Sanierungsplanung. Die Metallfraktionen liefern Hinweise auf die potenzielle Mobilisierung