Konsolidierungszonen
Konsolidierungszonen sind geotechnische Zonen im Untergrund, in denen sich Bodenschichten durch Verdichtungs- bzw. Entwässerungsprozesse infolge von Laständerungen oder Wasserabfluss verändern. Sie entstehen vor allem in Sedimentsauflagerungen wie Tonen, Schlämmen oder anderen argillosen Schichten, deren Porenraum auf Druck reagiert. Nach dem Aufbringen einer Last, etwa durch Bebauung oder Grundwasserabsenkungen, steigt der Differenzdruck zwischen Porenwasser und Feststoff, und Wasser wird aus den Poren herausgetrieben. In der Folge verdichtet sich der Boden und der Untergrund setzt sich. Primäre Konsolidierung erfolgt durch Druckabfluss, sekundäre Konsolidierung durch zeitabhängige Festigkeits- und Strukturänderungen (Kriechen).
Die räumliche Ausprägung der Konsolidierungszonen hängt von der Schichtstruktur, Feuchte, Geometrie des Untergrunds und dem hydraulischen
Aus ingenieurtechnischer Sicht hat die Kenntnis der Konsolidierungszonen Einfluss auf Fundierungs- und Bauwerksentwürfe. Unterschiedliche Konsolidierungsgrade können