Interstitzstellen
Interstitzstellen sind freie Positionen im Kristallgitter, die nicht zu den regulären Gitterpunkten gehören, aber von Fremdatomen besetzt werden können. Sie ermöglichen interstitielle Festkörperlösungen, bei denen kleine Atome in Zwischengittern auftreten, ohne die Grundstruktur vollständig zu ersetzen. Interstitzstellen spielen eine zentrale Rolle in der Kristallchemie und der Materialwissenschaft, insbesondere bei dicht gepackten Strukturen.
In dicht gepackten Kristallstrukturen, wie kubisch dicht gepacktem (fcc) oder hexagonal dicht gepacktem (hcp) Aufbau, treten
Ein Fremdatom, das klein genug ist, um in eine Interstitzstelle zu passen, bildet eine interstitielle Festkörperlösung.
Die Besetzung von Interstitzstellen beeinflusst die Gitterschwankungen, die Diffusion (interstitielle Diffusion verläuft oft schneller als substitutionelle)