Formalchargungen
Formalladungen, im Deutschen auch Formalladungen genannt, sind eine rechnerische Größe in der Chemie, mit der man jedem Atom in einem Molekül oder Ion eine hypothetische, konzeptionelle Ladung zuweist. Sie unterstützen die Beurteilung von Lewis-Strukturen und helfen, sinnvolle Strukturformeln zu wählen. Die Formalladung eines Atoms wird berechnet nach der Formel FC = V − N_nonbonding − (1/2) N_bonding, wobei V die Valenzelektronen des freien Atoms, N_nonbonding die Elektronen in den nicht-bindenden Bereichen (Lone pairs) am Atom und N_bonding die Elektronen in Bindungen um das Atom herum sind. Die Summe aller Formalladungen entspricht der Nettoladung des Moleküls oder Ions.
Durch Anwendung der Formel lassen sich häufig die plausiblen Lewis-Strukturen bestimmen. Beispiele: CO2 hat in beiden
Formalladungen sind rein rechnerisch und kein direkt messbares physikalisches Prinzip. In vielen Molekülen verteilen sich Ladungen