Diazoverbindung
Diazoverbindung bezeichnet organische Verbindungen, die eine diazo-Gruppe enthalten, die an ein Kohlenstoffatom gebunden ist. Die häufigste Darstellung ist R2C=N2, wobei die diazo-Gruppe durch eine formale Ladungstrennung beschrieben wird (Resonanzformen mit N2+- und N−-Charakter). Diazoverbindungen umfassen Diazomethan-Derivate, α-Diazoketone sowie aryl- und alkyldiazoverbindungen, außerdem Ester-diazoverbindungen und hydrazonische Ableitungen.
Die Reaktivität beruht darauf, dass die N2-Gruppe leicht abgespalten werden kann, wodurch Carbenen oder Ketene entstehen.
Herstellung: Diazoverbindungen lassen sich durch Diazotransfer-Reaktionen auf Ketone herstellen oder aus Hydrazonenkonstrukten wie Tosylhydrazonen in Diazoverbindungen
Sicherheit: Diazoverbindungen sind oft hochenergetisch, teils explosiv, giftig oder reizend; sie erfordern strenge Sicherheitsvorkehrungen, niedrige Temperaturen,
Verwendung: In der organischen Synthese dienen Diazoverbindungen als Carbene-Quellen; sie ermöglichen Cyclopropanierungen, Insertionsreaktionen und die Bildung