Bindungsabstände
Bindungsabstände bezeichnet den Abstand zwischen den Kernen zweier Atome in einer chemischen Bindung. Sie sind ein zentrales Strukturmerkmal und stehen in enger Beziehung zur Bindungsordnung, zur Elektronenkonfiguration und zur Umgebung des Moleküls. Unterschiede in Bindungsabständen spiegeln oft Veränderungen in Bindungsart, Hybridisierung und Molekülgeometrie wider.
Die Bestimmung erfolgt experimentell durch Röntgenkristallografie, Neutronenbeugung und Elektronenbeugung; in Gasphasen liefern Spektroskopie- und Diffaktionsmethoden Informationen.
Wichtige Einflussfaktoren sind die Bindungsordnung (einfach, doppelt, dreifach), die Hybridisierung des bindenden Atoms, die Größen der
Typische Trends zeigen, dass höhere Bindungsordnungen zu kürzeren Abständen führen (z. B. C–C, C=C, C≡C), während