mesomerie
Mesomerie, auch Resonanztheorie genannt, ist ein Konzept der Chemie zur Beschreibung der Elektronenverteilung in Molekülen, bei dem sich Elektronen nicht durch eine einzige Lewis‑Struktur darstellen lassen. Stattdessen werden mehrere Grenzformen, sogenannte Mesomerie- oder Resonanzformen, vorgeschlagen, die gleichwertig zur Beschreibung der Elektronenverteilung herangezogen werden. Das tatsächliche Molekül entspricht einer Resonanzhybrids, in dem die Elektronen delokalisiert sind und Bindungscharakteristika beider Grenzformen in sich vereinen.
Beispiele verdeutlichen die Bedeutung der Delokalisierung: Beim Benzolring verteilen sich die π‑Elektronen über alle sechs Kohlenstoffatome,
Mesomerischer Effekt beschreibt, wie Substituenten Elektronen durch Resonanz in oder aus einem π‑System transferieren können. Gruppen
Die Resonanzbeschreibung ergänzt die moderne Molekular-Orbital-Theorie: Sie bietet eine einfache, valenzorientierte Sicht auf Delokalisierung und Stabilisierung