Wassergefüges
Wassergefüge bezeichnet die zeitlich fluktuierende Anordnung von Wassermolekülen im flüssigen Zustand im Hinblick auf die Wasserstoffbrücken-Netzwerke. In der Flüssigkeit bildet jedes Molekül durchschnittlich drei bis vier Wasserstoffbrücken, wodurch ein dynamisches dreidimensionales Netzwerk entsteht. Da Wasserstoffbrücken ständig entstehen und abgebaut werden, gibt es keine feste Langzeitordnung; stattdessen entstehen kurzlebige lokale Motive oder Cluster, die kontinuierlich neu entstehen und wieder zerfallen.
Der Grad der Strukturierung hängt von Umweltbedingungen ab, insbesondere von Temperatur, Druck, Ionen und gelösten Substanzen.
Messmethoden und Modelle: Wissenschaftlich untersucht werden Wassergefüge durch Infrarot- und Raman-Spektroskopie, die Hinweise auf die O–H-Streckschwingungen
Wissenschaftliche Bewertung: Der Begriff ist in der Fachwelt vor allem als Beschreibung der dynamischen Netzwerke zu