Dünnschichten
Dünnschichten bezeichnen Schichten materieller Substanz mit geringer Dicke, typischerweise von einigen Nanometern bis zu einigen Hundert Nanometern. Die Dicke beeinflusst Eigenschaften wie Reflektion, Transmission, Absorption sowie mechanische und chemische Stabilität.
Die Optik von Dünnschichten beruht oft auf Interferenz. Mehrlagige Schichten mit unterschiedlichen Brechungsindizes können Reflexionen reduzieren
Herstellung erfolgt durch physikalische Abscheidung (PVD, z. B. Sputtering, Verdampfen), chemische Abscheidung (CVD) oder atomare Schichtabscheidung
Anwendungen finden sich in optischen Beschichtungen (Antireflexions-, Spiegel- und Filterbeschichtungen), in der Mikroelektronik (Gate-Dielektrika, Schutzschichten, Passivierungen),
Charakterisierung erfolgt typischerweise durch Ellipsometrie, Reflektometrie, Profilometrie, AFM oder Transmission-/Elektronenmikroskopie. Wichtige Parameter sind Dicke, Refraktionsindex, Absorption,
Dünnschichten können kristallin, amorph oder gemischt sein; Wachstumsmodi wie Frank-van der Merwe, Volmer-Weber oder Stranski-Krastanov beeinflussen