KüstenlinienParadoxon
Das Küstenlinienparadoxon beschreibt die Beobachtung, dass die gemessene Länge einer Küstenlinie stark von der Skalierung der verwendeten Messinstrumente abhängt. Je kleiner die Einheit, mit der man die Küstenlinie abmisst, desto länger wird sie. Dieses Phänomen wurde erstmals vom Mathematiker Lewis Fry Richardson systematisch untersucht und später vom Geographen Benoît Mandelbrot im Kontext der fraktalen Geometrie popularisiert.
Wenn man beispielsweise die Küstenlinie von Großbritannien mit einem Maßstab von 100 Kilometern misst, erhält man
Das Küstenlinienparadoxon illustriert, dass die Vorstellung einer exakten, universellen Länge für komplexe, unregelmäßige Formen wie Küstenlinien