Ergussgrenze
Ergussgrenze, auch als pouring boundary bezeichnet, ist ein fachsprachlicher Begriff aus dem Gießen und der Verarbeitung von Legierungen. Er bezeichnet eine temperatur- oder zustandsbezogene Grenze, die festlegt, ob ein Material in den Gusszustand überführt werden kann. In der Praxis beschreibt die Ergussgrenze das zugrunde liegende Gießfenster: den Temperaturbereich, in dem ein Melt vollständig flüssig ist und sich gut in eine Form füllen lässt, sowie die Grenze, bis zu der eine Folge von Formfüllungen und Abkühlungen ohne nennenswerte Fehlbildungen möglich ist. Die genaue Definition variiert je nach Branche und Quelle; häufig wird sie nahe an der Liquidus- bzw. Solidus-Temperatur eines Legierungssystems angesetzt.
In der Metallgießtechnik ist die Ergussgrenze eng mit dem Phasenbereich zwischen Feststoff und Flüssigkeit verknüpft. Sie
Im Dentalbereich bezieht sich der Begriff auf die Temperaturspanne, in der eine Gusslegierung ausreichend flüssig ist,
Zusammengefasst beschreibt die Ergussgrenze den relevanten Temperatur- oder Zustandsrahmen, der das Gießen einer Legierung bestimmt. Die